Zahnfleischbluten abklären
Bluten beim Putzen oder bei der Zwischenraumpflege ist ein Anlass für eine Untersuchung.
Parodontologie · Früherkennung, Behandlung & Nachsorge
Sie möchten Ihre eigenen Zähne langfristig erhalten? Ein gesunder Zahnhalteapparat ist dafür entscheidend. Wir erkennen Parodontitis frühzeitig und begleiten Sie von der PA-Vorbehandlung bis zur langfristigen Nachsorge.

Zähne brauchen ein gesundes Fundament
Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch, die Verankerungsfasern und der Knochen rund um die Zahnwurzeln. Gemeinsam geben sie Ihren Zähnen Halt. Bei einer Parodontitis kann die Entzündung diese Strukturen schädigen und zum Abbau des stützenden Knochens führen.
Unser Behandlungsziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren und weiteren Verlust von Halt und Zähnen möglichst zu verhindern. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto früher können wir gezielt handeln.
Bluten beim Putzen oder bei der Zwischenraumpflege ist ein Anlass für eine Untersuchung.
Rötung, Schwellung, Rückgang des Zahnfleischs oder lockere Zähne sollten geprüft werden.
Parodontitis kann lange unbemerkt bleiben. Regelmäßige Kontrollen helfen bei der Früherkennung.
Gemeinsam die Grundlage schaffen
Mit PA-Vorbehandlung meinen wir die auf Ihren Befund abgestimmte Vorbereitung und Mundpflegebegleitung im Rahmen der Parodontitis-Therapie. Dazu gehören verständliche Aufklärung, die Reduktion von Belägen und eine praktische Anleitung für die Reinigung zu Hause.
Wir erklären den Befund, Ihre Risikofaktoren und die nächsten Behandlungsschritte.
Wir planen die erforderlichen Reinigungsmaßnahmen und unterstützen Ihre tägliche Pflege.
Wir wählen passende Hilfsmittel und üben die Mundpflege gemeinsam mit Ihnen.
Unser Prophylaxe-Center im Erdgeschoss begleitet diesen wichtigen Teil Ihrer Betreuung. Anzahl und Abstand der Termine richten sich nach Ihrem Befund. Die Vorbereitung ist mit der eigentlichen zahnärztlichen PA-Behandlung abgestimmt.
Unser Prophylaxe-Center kennenlernenIhr Weg durch die Behandlung
Sie erhalten einen persönlichen Behandlungsplan. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Schritte; Termine und zusätzliche Maßnahmen stimmen wir auf Ihre Erkrankung und Ihren Heilungsverlauf ab.
Zu Beginn
Wir erheben den Zahnfleischbefund und prüfen Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes. Befund, mögliche Behandlungswege und Kosten werden besprochen. Bei gesetzlich Versicherten beantragen wir die erforderliche Genehmigung der systematischen PA-Therapie.
Vorbereitend und begleitend
Wir planen die notwendigen Reinigungsmaßnahmen und üben Ihre häusliche Pflege. Eine feste Zahl an Vorbehandlungsterminen gibt es nicht; der Umfang hängt von Ihrem Bedarf ab.
Nach persönlichem Terminplan
Bei der antiinfektiösen Therapie entfernen wir erreichbare Beläge oberhalb und unterhalb des Zahnfleischs. Sie soll nach Möglichkeit innerhalb von vier Wochen abgeschlossen werden.
In der Regel nach 3–6 Monaten
Nach der antiinfektiösen Therapie beurteilen wir den Befund erneut. Falls erforderlich, besprechen wir weitere Behandlungsschritte, etwa eine zusätzliche chirurgische Therapie.
Regelmäßig und langfristig
Die UPT beginnt in der Regel drei bis sechs Monate nach der antiinfektiösen beziehungsweise chirurgischen Therapie. Reinigung, Befundkontrolle und Mundpflegebegleitung sichern die Ergebnisse. Der reguläre UPT-Zeitraum beträgt zwei Jahre; danach planen wir die weitere Betreuung individuell.
Die Terminabstände der Nachsorge hängen von Ihrem persönlichen Risiko und Befund ab. Ihren konkreten Zeitplan besprechen wir mit Ihnen in der Praxis.
Ihre Mitwirkung ist entscheidend
Die tägliche Reinigung der Zähne und Zahnzwischenräume ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer PA-Therapie. Sie reduziert Beläge und unterstützt die langfristige Stabilisierung Ihrer Mundgesundheit. Dabei lassen wir Sie mit der Umsetzung nicht allein.
Wir stimmen Zahnbürste, Zwischenraumpflege und ergänzende Mundpflegeprodukte auf Sie ab.
Wir zeigen Ihnen die Anwendung und passen die Routine an Ihre Möglichkeiten an.
Bei der Nachsorge besprechen wir, was gut funktioniert und wo Sie weitere Unterstützung brauchen.
Über den Mund hinausdenken
Mundgesundheit und allgemeine Gesundheit stehen miteinander in Verbindung. Bei Diabetes bestehen Wechselwirkungen: Ein schlecht eingestellter Diabetes erhöht das Parodontitisrisiko; eine unbehandelte Parodontitis kann die Blutzuckereinstellung erschweren.
Auch zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen Zusammenhänge und gemeinsame Risikofaktoren. Die ursächliche Rolle der Parodontitis ist nicht abschließend geklärt. Wir berücksichtigen deshalb Ihre Allgemeinerkrankungen und Medikamente bei der Behandlungsplanung und stimmen uns bei Bedarf mit Ihren behandelnden Ärzten ab.
Gemeinsam für einen gesunden Zahnhalteapparat
Sie haben Fragen zu Ihrem Zahnfleisch, zur PA-Vorbehandlung oder zum weiteren Ablauf? Lassen Sie uns Ihren Befund gemeinsam besprechen.